Seit über 20 Jahren arbeite ich in der Softwareentwicklung und die letzten Jahre auch als Teamleiter und Ausbilder. Letzten Donnerstag kam mir die Frage: Warum nicht auch als IHK-Prüfer tätig werden?

Der Anstoß kam eigentlich aus meiner täglichen Arbeit. Ich bilde bei Solarlux jedes Jahr Fachinformatiker (Anwendungsentwicklung) aus, begleite sie durch drei Jahre Ausbildung bis zur Abschlussprüfung.

Der Weg zur Bewerbung als IHK-Prüfer ist eigentlich recht überschaubar. Man braucht eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein Studium im relevanten Bereich, mindestens fünf Jahre Berufserfahrung und ganz wichtig die AEVO, also die Ausbilder-Eignungsverordnung. Die hatte ich bereits 2023 bei der IHK in Bielefeld erfolgreich abgeschlossen.

Voraussetzungen auf einen Blick

  • Abgeschlossene Ausbildung oder Studium im Fachbereich
  • Mind. 5 Jahre Berufserfahrung
  • AEVO (Ausbilder-Eignungsverordnung)
  • Freistellung durch den Arbeitgeber

Was mich etwas überrascht hat: Der bürokratische Aufwand ist minimal. Ich hatte vorher mit unserer Personalabteilung gesprochen, sie gaben mir einen telefonischen Ansprechpartner bei der IHK. Angerufen, kurz weitergeleitet und kurz danach bekam ich eine Mail mit einem Link wo ich meine Unterlagen einreichen kann. Im Wesentlichen braucht man einen aktuellen Lebenslauf, der die fachliche Eignung und die Ausbildertätigkeit klar belegt. Mein Arbeitgeber Solarlux stellt mich für die Prüfungstätigkeit frei, das ist natürlich eine große Erleichterung und nicht selbstverständlich, aber es hilft auch meinen Azubi’s, denn mit dem Wissen kann ich sie noch besser durch die praktische Prüfung bringen.

Am Wochenende musste ich daher erstmal mein Lebenslauf neu schreiben, sonst hab ich das immer nur für meine Kinder oder andere gemacht.