Montagmorgen. Die Berufsschule ruft, dein Teamleiter braucht „kurz“ was, HR will einen Termin und nebenbei brennt noch ein Azubi-Projekt. Wer gewinnt?
Die gute Nachricht: Du musst das nicht selbst entscheiden. Es gibt eine Prioritäten-Kette – und die kannst du dir merken wie ein Werkzeug, nicht wie eine Bürokratie-Regel.
Die Prio-Kette von oben nach unten
- IHK: Zwischen- und Abschlussprüfung. Nicht verhandelbar, das ist dein Abschluss.
- Geschäftsführung: kommt was „von oben“, wird alles andere kurz geparkt.
- Personalabteilung: Schulungen, offizielle Termine, organisatorisches Drumherum deiner Ausbildung.
- Ausbildung selbst: Berufsschule, Gespräche mit deinem Ausbilder, Zeit fürs Abschlussprojekt. Das ist dein Kernauftrag, nicht „nice to have“.
- Team/Abteilung: das Tagesgeschäft, Aufgaben von Kolleg:innen und Teamleitung.
- Sonstiges: kleine Gefälligkeiten, „Kannst du mal eben…“-Anfragen. Macht man, wenn Zeit übrig ist. Nicht vorher.
Klingt streng, ist aber eigentlich nur gesunder Menschenverstand mit Reihenfolge.
Was tun, wenn zwei Dinge gleichzeitig ziehen?
- Erst die Priorität checken: die Liste oben gibt dir die Antwort.
- Früh Bescheid sagen, nicht erst wenn’s brennt. Teamleiter informieren, Ausbilder einbeziehen.
- Keine stillen Alleingänge. Lieber einmal zu viel nachfragen als die falsche Aufgabe liegen lassen.
Beispiel: Du steckst mitten in einer Teamaufgabe, dann kommt ein HR-Termin rein. Lösung: Team kurz Bescheid geben, Aufgabe pausieren, zum Termin gehen. Niemand ist sauer, außer du sagst es keinem.
Die Mitnahme für dich:
Priorisieren heißt nicht „ich entscheide allein, was wichtig ist“. Es heißt die Kette kennen und kommunizieren. Und falls du trotzdem unsicher bist: Fragen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern Teil deiner Ausbildung.
Hinterlasse einen Kommentar